Pflegehilfsmittelboxen: Vorsicht beim Direktvertrieb am Telefon

Sie sind lästig und niemand mag sie: Anrufe von Verkäuferinnen und Verkäufer, die einen kalt erwischen. Dann heißt es, einen kühlen Kopf bewahren. Doch die Mitarbeitenden sind meist so gut geschult, dass sie genau wissen, wie sie Druck ausüben können. Und manchmal hat man einen Vertrag abgeschlossen, ohne es richtig mitbekommen zu haben. Zum Beispiel für Hilfsmittelboxen. Immer häufiger wird uns von solchen Anrufen berichtet. Äußerst kritisch daran ist, dass die Anrufenden sich teilweise als Mitarbeitende der Pflegekasse der mkk – meine krankenkasse ausgeben oder sich in unserem Auftrag melden.

Datenschutz hat höchste Priorität

Sie können sich sicher sein: Der Schutz Ihrer Daten hat für uns höchste Priorität. Gesetzliche Krankenkassen unterliegen in Deutschland strengen datenschutzrechtlichen Vorgaben. Grundlage ist insbesondere das Sozialgesetzbuch (SGB V und SGB X). 

Die mkk gibt daher keine Daten an externe Firmen weiter. Bitte beachten Sie außerdem, dass unsere Mitarbeitenden keine Werbeanrufe durchführen. Sie verkaufen keine Produkte am Telefon oder drängen Sie dazu, Verträge abzuschließen.

Unseriöse Internetseiten

Unseriöse Anbieter von Hilfsmittelboxen verkaufen ihre Produkte nicht nur am Telefon. Auch das Internet ist ein guter Marktplatz für ihren Vertrieb. Allerdings orientieren sich einige Internetseiten am Design und Aufbau von Krankenkassen. Auch wir sind davon betroffen. 

Der Nachbau von Internetseiten soll den Verbrauchern Glaubwürdigkeit und Seriosität vermitteln - und auch den Eindruck, dass wir oder andere Kranken- bzw. Pflegekassen mit den Anbietern kooperieren. Das ist falsch. Auch in diesen Fällen gilt: Wir unterstützen weder den Verkauf von Hilfsmittelprodukten, noch machen wir Werbung für sie.

Was hat es mit den Pflegeboxen auf sich?

Für Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch gedacht sind – darunter fallen zum Beispiel Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel – übernimmt die Pflegekasse die Kosten von bis zu 42 Euro im Monat. Die Anbieter von Pflegehilfsmittelboxen nehmen diese Tatsache zum Anlass, Ihnen ein vermeintlich gutes Angebot zu machen. Das täuscht:

  • In der Regel schließen Sie ein monatliches Abo für die immer gleiche Anzahl an bestimmten Produkten ab. Die Pflegerealität sieht aber anders aus, weil der Verbrauch an Materialien nicht immer gleich ist.
  • Stichproben haben ergeben, dass die Qualität der Produkte meist minderwertig ist. Sprich, Sie erhalten Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen, die nicht dem angegebenen Warenwert entsprechen.

Sie sind daher gut beraten, wenn Sie sich in Ihrer Apotheke oder im Sanitätshaus beraten lassen, was den Umfang und die Materialien betrifft, die Sie für Ihre persönliche Pflegesituation benötigen. 

Die zugelassenen Vertragspartner, zum Beispiel Apotheken und Sanitätshäuser, rechnen die Hilfsmittel nach der Genehmigung direkt mit uns ab. 

Alternativ können Sie die Produkte auch selbst kaufen und die Belege zur Kostenerstattung bei uns einreichen.

  • per Post an Pflegekasse der mkk - meine krankenkasse, 10875 Berlin oder
  • über die mkk App

Wir erstatten Ihnen bis zu 42 Euro monatlich für Pflegehilfsmittel, die für den Verbrauch gedacht sind.

Gut zu wissen: So verhalten Sie sich richtig am Telefon

Falls sich jemand am Telefon als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Pflegekasse der mkk ausgibt oder in unserem Namen anruft und Ihnen etwas verkaufen will, dürfen sie zurecht misstrauisch sein. So können Sie reagieren:

  • Gespräch sofort beenden: Auch, wenn es im ersten Moment unhöflich erscheint, zögern Sie nicht, das Gespräch zu beenden und die Nummer zu blockieren.
  • Falls Sie zu perplex sind, um schnell reagieren zu können, denken Sie daran: Geben sie keine persönlichen Daten, wie Adresse, Geburtsdatum oder Kontoverbindung, weiter.
  • Machen Sie keine Zusagen, weder für Infomaterial noch für eine „Probebox“. Manchmal lauern darin verdeckte Vertragsabschlüsse.

Wenn Sie unsicher sein sollten, kontaktieren Sie uns gerne direkt. Wir helfen Ihnen gerne weiter und klären den Sachverhalt.

Team Pflege
Telefon 030 72612-2600 
pflege@meine-krankenkasse.de

Fragen und Antworten zu Pflegehilfsmittelboxen

Woher bekomme ich qualitativ hochwertige Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Sie können sich direkt an eine Apotheke oder ein Sanitätshaus wenden, das mit uns als Vertragspartner zusammenarbeitet. Diese kümmern sich um die Genehmigung und rechnen die Kosten direkt mit uns ab. So erhalten Sie Ihre Pflegehilfsmittel schnell und ohne zusätzlichen Aufwand.
 

Einen passenden Vertragspartner in Ihrer Nähe finden Sie ganz einfach mit unserer Suchmaschine.

Empfiehlt sich ein Abo?

Nein, weil die Nutzung von Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch in der Regel sehr individuell ist und von Monat zu Monat schwankt.

Wer übernimmt die Kosten für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Zugelassene Vertragspartner, zum Beispiel Apotheken und Sanitätshäuser, rechnen die Hilfsmittel nach der Genehmigung direkt mit uns ab. Alternativ können Sie die Produkte auch selbst kaufen und die Belege zur Kostenerstattung bei uns einreichen:

  • per Post an Pflegekasse der mkk - meine krankenkasse , 10875 Berlin oder
  • über die mkk App.

Bis zu welcher Höhe werden die Kosten für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch übernommen?

Die Kosten für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden in Höhe von bis zu 42 Euro je Monat übernommen.

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