Kinder in der Pflege - Wissenswertes zur Begutachtung von Kindern und Pflegeleistungen

Ob und wie pflegebedürftig ein Kind ist, ermittelt der Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) wie bei Erwachsenen. Er schaut, welche Fähigkeiten normal entwickelt sind und wie selbstständig das Kind ist. Aber Vorsicht: Unselbstständigkeit bedeutet bei Kindern nicht automatisch pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung. Denn Kinder entwickeln ihre Fähigkeiten schrittweise.
Erst, wenn Kinder über sechs Monate körperliche und geistige Entwicklungsstörungen aufweisen, bedürfen sie der besonderen Pflege und Betreuung im Sinne der Pflegeversicherung. Sie werden bei der Begutachtung mit gleichaltrigen gesunden Kindern verglichen.

Besonderheit bei der Begutachtung von Kindern im Alter von bis zu 18 Monaten

BKK VBU Pflegeportal Gut zu wissen: Mutter mit aktivem Baby auf der Couch

Bei Kindern im Alter von bis zu 18 Monaten berücksichtigt der Gutachter nur die altersunabhängigen Bereiche des kindlichen Alltags. Da sehr kleine Kinder von Natur aus unselbstständig sind, werden sie pauschal einen Pflegegrad höher eingestuft als ältere Kinder und Erwachsene. Nach dem 18. Lebensmonat erhalten sie automatisch ihren regulären Pflegegrad, werden also einen Pflegegrad niedriger eingestuft als in den ersten 18 Monaten. Eine weitere Begutachtung ist dafür nicht nötig.

Pflegeleistungen der BKK VBU

Nicht nur pflegebedürftigen Erwachsenen, sondern auch Kindern mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen bieten wir alle Leistungen der BKK VBU Pflegekasse.

Pflegezuschuss beantragen

Höherstufung, Verhinderungspflege oder Pflegeunterstützungsgeld – für die Pflege von Kindern gelten dieselben Anträge wie für die Pflege Erwachsener.

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